investsmart365 ist die Anomalie. Ein Finanz-Blog ohne Affiliate-Links. Ein Newsletter ohne Banken-Sponsoring. Eine Plattform ohne Kurs-Verkauf, ohne Coaching-Programm, ohne «exklusive Mitgliedschaft».
Das ist eine bewusste Entscheidung. Und sie kostet mich Geld.
Was die Standardpfade gewesen wären
Wer in der Schweiz Finanz-Content macht, hat normalerweise drei Wege:
Pfad A: Affiliate-Programme mit Neobanken, ETF-Brokern, 3a-Anbietern. Ein Lead bringt 50 bis 200 Franken. Wer Reichweite hat, kommt schnell auf fünfstellige Beträge pro Monat.
Pfad B: Eigene Anlageberatung. Ein bisschen FINMA-Setup, ein paar Mandate, schnell vier- bis fünfstellige Beträge pro Kunde.
Pfad C: Online-Kurs zum Vermögensaufbau. Einmal aufgenommen, hundertfach verkauft. Hohe Marge, skaliert gut.
Ich mache nichts davon.
Warum nicht
Affiliate-Links verbiegen die Empfehlung. Sobald ich für einen Klick bezahlt werde, ist meine Empfehlung nicht mehr neutral. Ich werde unbewusst dazu tendieren, den Anbieter zu loben, der besser zahlt. Das mag ich verleugnen, aber es ist menschlich. Und ich will nicht der Mensch sein, der seinen Lesern aus Profit-Interesse den zweitbesten Rat gibt.
Anlageberatung schafft Abhängigkeiten. Wer mich als Berater bezahlt, hat ein Recht auf Aufmerksamkeit. Ich müsste mich um seine Performance sorgen, ihm hinterherrennen, wenn der Markt fällt. Das ist eine andere Beziehung, als ich mit meinen Lesern haben will.
Kurse versprechen Abkürzungen, die es nicht gibt. Vermögensaufbau ist im Kern langweilig. ETF kaufen, halten, jährlich ausbalancieren. Wer dafür einen 800-Franken-Kurs verkauft, verpackt das Banale in Geheimwissen. Das funktioniert kommerziell. Aber es bedient eine Erwartungshaltung, die nicht zur Realität passt.
Was investsmart365 stattdessen ist
Eine Notizensammlung. Eine Lernreise, die ich öffentlich teile. Ein Brief an mein Ich von vor fünf Jahren, das diese Inhalte gerne gefunden hätte.
Es gibt keine Conversion-Funnels, keine Lead-Magneten, keine Auto-Responder-Sequenzen. Es gibt einen Newsletter, der zweimal im Monat erscheint. Wenn er dir hilft, freue ich mich. Wenn nicht, kannst du dich abmelden, ohne dass irgendjemand auf dich zukommt.
Was ich dafür bekomme
Glaubwürdigkeit, die nicht gekauft werden kann. Wenn ich einen Anbieter empfehle, weiss der Leser: Da ist kein Kickback dahinter. Wenn ich von etwas abrate, ist es eine ehrliche Warnung, kein Konkurrenzkampf.
Beziehungen, die echt sind. Die Leser, die mir schreiben, kommen nicht, weil sie ein Angebot konsumieren wollen. Sie kommen, weil sie eine Frage haben oder eine Erfahrung teilen wollen. Diese Konversationen sind das Wertvollste an dieser Arbeit.
Schlaf. Ich muss mir nie Sorgen machen, dass jemand merkt, dass meine Empfehlung interessengeleitet ist. Sie ist es nicht.
Was das mit dem Hauptberuf zu tun hat
Mein Hauptberuf bei der Bank Vontobel und mein Beratungsgeschäft mit worksmart365 finanzieren mein Leben. investsmart365 muss nichts finanzieren. Das ist der eigentliche Luxus.
Wer keinen finanziellen Druck auf einer Publikation hat, kann sich Unabhängigkeit leisten. Und Unabhängigkeit ist das, was Finanz-Content in der Schweiz wirklich braucht.
Es gibt genug Anbieter, die dir verkaufen wollen. Ich will dir nichts verkaufen. Ich will dir zeigen, wie du selbst entscheiden kannst.
Das ist mein Wert. Es ist auch mein Geschäftsmodell.