livesmart365 ist die jüngste meiner drei Marken. Vor genau einem Jahr habe ich die Domain registriert und den ersten Beitrag geschrieben. Heute, zwölf Monate später, ist es Zeit für eine ehrliche Standortbestimmung.
Was funktioniert hat
Authentizität schlägt Reichweite. Mein meistgelesener Beitrag des Jahres handelte nicht von Produktivitäts-Hacks oder ETF-Renditen. Es war ein Text darüber, warum ich nach zehn Jahren Selbständigkeit ein zweites Standbein in einer Bank angenommen habe. Die Resonanz hat mich überrascht. Menschen wollen Geschichten von echten Entscheidungen, nicht Listen von Tipps.
Cross-Brand-Klammer als Identität. livesmart365 hat mir geholfen, worksmart365 und investsmart365 zusammenzudenken. Vorher waren es zwei separate Welten. Heute fliesst ein Beitrag aus der einen Welt natürlich in die andere. Das macht meine Kommunikation runder und persönlicher.
Weniger ist mehr. Ich publiziere bewusst nicht jede Woche. Lieber alle zehn Tage ein Beitrag, der Substanz hat, als wöchentlich ein Filler-Text. Der Newsletter-Reader merkt den Unterschied.
Was nicht funktioniert hat
Drei Marken-Voices parallel. In den ersten Monaten habe ich versucht, jede Marke täglich zu bespielen. Das hat nicht funktioniert. Die Inhalte haben sich angefühlt wie aus drei verschiedenen Mündern, was ja auch der Sinn war, aber es hat mich erschöpft. Heute teile ich Themen über die Marken hinweg und lasse die Voice je nach Beitrag variieren.
Der ursprüngliche Newsletter-Plan. livesmart365 sollte eigentlich einen eigenen wöchentlichen Newsletter haben. Ich habe nach drei Ausgaben gemerkt: Es gibt nicht genug Substanz, um wöchentlich Neues zu sagen. Lieber zwei sehr gute Artikel im Monat als vier mittelmässige Newsletter pro Monat.
LinkedIn-Algorithmus. Ich habe lange versucht, den Algorithmus zu verstehen und zu bespielen. Heute schreibe ich, was ich denken will, in der Form, die ich denken will. Reichweite folgt der Substanz, nicht umgekehrt.
Was ich für das nächste Jahr vornehme
Tiefer statt breiter. Weniger neue Themen, mehr Tiefe in den bestehenden. Wer ETFs schreibt, soll auch ETFs leben. Wer M365 schreibt, soll konkrete Cases zeigen.
Mehr Bridge-Content. Beiträge wie dieser, die zwischen den Welten leben. Sie sind aufwendiger zu schreiben, aber sie sind das, was livesmart365 als Marke wirklich differenziert.
Engagement statt Distribution. Ich antworte heute jedem Kommentar persönlich. Das ist zeitintensiv, aber es baut die Verbindungen, die mir wichtig sind. Das bleibt.
Eine ehrliche Schlussbemerkung
livesmart365 hat sich nach diesem Jahr nicht in Reichweite oder in Geld ausgezahlt. Es hat sich in Klarheit ausgezahlt. Ich weiss heute besser, wofür ich stehe, was ich nicht sage und wem ich helfen will.
Das ist mehr wert, als jeder Algorithmus es anzeigen könnte.