Drei Marken parallel zu führen wäre vor zwei Jahren unmöglich gewesen. worksmart365, investsmart365 und livesmart365 brauchen jeweils eigene Stimmen, eigene Themen, eigene Frequenzen. Allein schreiben, redigieren und planen würde meinen Tag sprengen.
Heute funktioniert das. Nicht weil ich mehr arbeite, sondern weil ich mit Claude einen Sparringspartner habe, der die Schreibarbeit aufteilt.
Kein Auto-Publishing
Vorab: Ich publiziere nichts, was nicht durch meinen eigenen Filter geht. Claude entwirft, hinterfragt und strukturiert. Ich entscheide, was den Standard hält. Wer Texte automatisiert ins Netz wirft, wird über kurz oder lang entlarvt.
Wie der Prozess konkret aussieht
1. Themen-Skizze (5 Minuten). Ich schreibe drei Sätze: Worum geht es, für wen, welcher Aha-Moment. Mehr nicht.
2. Roh-Entwurf (Claude, 10 Minuten). Claude generiert einen Erstentwurf in der Brand-Voice der jeweiligen Marke. Dafür habe ich klare Voice-Guides hinterlegt: worksmart spricht praxisnah-kompetent, investsmart kumpelhaft-finanz, livesmart persönlich-reflektiert.
3. Eigenes Lektorat (20 Minuten). Hier passiert die eigentliche Arbeit. Ich kürze, schärfe Argumente, ergänze konkrete Beispiele aus meinem Alltag. Claude schreibt sauber, aber nicht authentisch. Den Funken muss ich liefern.
4. Veröffentlichung & Cross-Posting (10 Minuten). Beitrag im Blog, Teaser für LinkedIn, Newsletter-Einbindung. Auch hier hilft Claude beim Anpassen pro Kanal.
Was ich daraus gelernt habe
Erstens: KI ist kein Ersatz für Substanz. Wer nichts zu sagen hat, produziert auch mit KI nur Inhalt. Wer eine Haltung hat, kann sie schneller und konsistenter sichtbar machen.
Zweitens: Voice-Guides sind Gold wert. Je klarer du deiner KI sagst, wie du klingen willst, desto weniger musst du nachredigieren. Mein Voice-Guide für jede Marke ist eine einzige Markdown-Datei. Sie ist mehr wert als jedes Plug-in.
Drittens: Der Mensch bleibt im Loop. Bei mir geht kein Beitrag raus, ohne dass ich ihn laut gelesen habe. Wenn er sich vorgelesen schief anfühlt, fliegt er.
Was du dir mitnehmen kannst
Wenn du anfängst, mit KI zu arbeiten: Investiere die ersten drei Stunden in deinen Voice-Guide. Schreib auf, wie du klingst, was du nie sagst, welche Begriffe verboten sind. Diese drei Stunden sparen dir später hundert.
Und vergiss nie: Du bist die Marke. Die KI ist dein Werkzeug.